Fälle aus der Praxis - Der knickt ja gar nicht mehr ein

In der April Ausgabe des Magazins "Mein Tierheilpraktier" gibt es eine Fall-Studie aus meiner Praxis :)

Mesut, ein Mischlingshund (ehem. Straßenhund) aus Rumänien wurde mir in der Praxis im Frühjahr 2019 vorgestellt. Auffällig war sein stark hinkender Gang, beim Laufen knickte er in regelmäßigen Abständen immer mit der Hinterhand rechts ein. Das ganze Gangbild sah sehr „unrund“ und „eirig“ aus. Mesut kam als Welpe mit ca. 3 Monaten in ein deutsches Tierheim. Auffällig war auch dort schon sein „unrunder“ Gang. Als Welpe war er dennoch typisch verspielt, offen und freundlich zu Mensch und Tier. Die Besitzer gingen regelmäßig als Ehrenamtliche mit Mesut spazieren und kümmerten sich um ihn. Im Laufe der Woche veränderte sich sein freundliches Verhalten, er wurde zunehmend gereizter, aggressiver und begann auch Mensch und Tier zu attackieren. Im Tierheim gab man ihm Schmerzmittel und ließ ihn tierärztlich untersuchen und röntgen. Man konnte nichts Auffälliges finden.


Irgendwann änderte sich Mesuts Verhalten dermaßen, dass er nur noch mit Maulkorb geführt werden konnte. Zu „seinen“ Menschen verhielt er sich immer ordentlich und hat sie nicht attackiert. Mesuts Gassi-Gänger, konnten das Leiden des Hundes irgendwann nicht mehr mit ansehen und adoptierten ihn. Mesut wurde einem Tierarzt und einem Neurologen vorgestellt. Der Tierarzt stellte eine Fehlfunktion der Schilddrüse fest, die medikamentös behandelt wurde und wird, und der Neurologe stellte geschädigte Nerven im Bereich der Hinterhand fest. Die Reizweiterleitung der Nerven war unterbrochen und kaum noch gegeben. Er war wohl in Rumänien angefahren worden und hätte der erste behandelnde Tierarzt korrekt diagnostiziert, so hätte eine OP ihm helfen können. So steht Mesut seit Welpenalter unter Medikamenten die speziell gegen Nervenschmerzen gegeben werden. Mit diesem Input wurde mir Mesut im Alter von 5 Jahren vorgestellt. Nach einer umfangreichen Anamnese und Palpation des Blasenmeridians (aus der TCM, Meridian der links und rechts neben der Wirbelsäule verläuft und Aufschluss über Blockaden in den Meridianen bzw. Organen gibt) haben wir uns entschlossen, als Grundlage der Therapie einige Bioresonanztestungen und Behandlungen zu stellen.

Wie zu erwarten war, fiel der Energiezustand der Leber (Dauermedikation Schmerzen und Schilddrüse), des Magens, des Blasenmeridians und des Dreifacherwärmers besonders ins Auge. Dementsprechend legte ich den Fokus in der Bioresonanz-Testung auf diese Organe, die Wirbelsäule, Nerven und zus. auf Allergien. Der Magen, resp. rer Magen-Meridian, kann nicht nur durch die Medikamten be- bzw. überlastet sein, sondern auch in Dysbalance geraten z.B. durch Nahrungsmittel, Pollen, Stress (Dauerschmerz führt unweigerlich zu Stress), um nur einige Faktoren hier aufzuzählen. Zusätzlich wurde der Hund regelmäßig geimpft, bekam regelmäßig Wurmkuren und Zeckenschutzbänder. Diese belasten den Organismus u.a. mit Schwermetallen und sorgen dafür, dass das Darm Milieu ins „saure“ abrutscht und so eine Grundlage für weitere Erkrankungen schaffen kann. Aufgrund der Übersäuerung des Mikrobioms und der Nahrungsmittelunverträglichkeiten haben wir das Futter umgestellt, div. Nahrungsmittel aus dem Ernährungsplan gestrichen, mit Anokath Liquid* das Milieu im Darm korrigiert und den Körper von Giften und Schlacken befreit. Durch die Bioresonanz konnten wir den Körper, resp. die Organe stärken, und bei der Entgiftung unterstützen, so dass das Wohlbefinden des Hundes nicht beeinträchtigt wird. Gerade wenn ein Patient über lange Zeit Medikamente einnehmen musste, ist die Leber sozusagen schon schwer beschäftigt. Kommen dann noch zus. Gifte und Schlacken dazu, belastet das den Körper sehr. Der Patient kann in dieser Zeit sehr schlapp und müde sein, das Gangbild kann sich verschlechtern und es kann sein, dass er kaum Lust hat sich zu bewegen. Durch die eingeleiteten Maßnahmen hielt sich das allerdings im kleinen Rahmen. Zusätzlich bekam Mesut im Rahmen der Therapie die Blockaden entlang der Wirbelsäule mit der Dorn-Breuß-Methode gelöst und an den Akupunkturpunkten entlang des Blasenmeridians gequaddelt. Eine homöopathische Mischung wurde an speziellen Akupunkturpunkten gespritzt, um so die Schmerzen zu lindern und Muskeln und Faszien zu lockern. Da Mesuts Nerven an der rechten Hinterhand beschädigt sind und dies sein schiefes Gangbild verursacht, und sich damit auch weiter über die Wirbelsäule erstreckt hat und dort die Blockaden und verspannten Muskeln verursacht hat, habe ich, in Absprache mit den Besitzern, Heilpilze zur Therapie hinzugefügt. Ich habe mich für 3 Mischungen entschieden, die u.a. speziell die Leber- und den Muskelaufbau unterstützen, Entzündungen reduzieren, aber auch den sog. Nerv-Growth-Faktor (NGF) stimulieren. Das ist speziell in Mesuts Fall ein sehr wichtiges Thema, denn wenn wir es schaffen, dass sich die Nervenzellen regenerieren und so wieder „sauber kommunizieren“ können, kann er „schöner“ und schmerzreduzierter laufen und so an Lebensfreude zurückgewinnen.

Neben den o.g. Merkmalen unterstützen Heilpilze das Immunsystem, entgiften, und je nachdem welchen Pilz man auswählt, können sie sogar eine gesunde Darmflora unterstützen. In Mesuts Fall war natürlich auch ein „Leber Pilz“ mit dabei. Um den Körper beim Entgiften nicht zu überfordern, werden die Pilze einschleichend dosiert. Mesut kam mit den Heilpilzen sehr schnell und sehr gut zurecht, deswegen hatten wir bereits nach 2 Wochen Therapie seine persönliche Höchstdosis erreicht. Aktuell sind es 8 Wochen seitdem Mesut die Pilze bekommt und letzte Woche fiel in einem Gespräch, fast beiläufig, dieser Satz: „Mesut humpelt gar nicht mehr, er läuft wie ein normaler Hund und es geht im richtig gut“. So schön zu hören und vor allem zu sehen, wie er sich nun bewegt (bewegen kann) und wie er beim Rennen fröhlich grinst. Ein abgerundetes, auf den Patienten abgestimmtes Therapiekonzept, kann so viel an Lebensqualität verbessern; auch wenn es sich um (angeblich) austherapierte Tiere handelt. * AnoKath® Liquid gleicht den Säure- Basenhaushalt der Tiere aus. Es reduziert Parasiten, Viren, Bakterien und Sporen und andere Einzeller und unterstützt eine gesunde Verdauung und Mineralstoffversorgung. Seine stark antioxidative Wirkung macht AnoKath® Liquid zu einem wirksamen Begleiter bei verschiedenen Erkrankungen und zur Gesunderhaltung.

1 Ansicht

©2020 Tierheilpraxis Kerstin Hartwigsen.

Impressum    Datenschutzerklärung