Der „übersäuerte Magen“: Mythos der modernen Hundefütterung

Ernährung ist ein immer wichtigerer Teil in meiner Praxis. Deswegen widme ich diesem Thema heute auch etwas mehr Raum.

Mit freundlicher Genehmigung von den Herausgebern von "artgerecht-tier.de" darf ich aus deren Blog einige Passage zitieren.


"Auffälliges Grasfressen, ein intensiver Maulgeruch sowie ein verändertes Fressverhalten können beim Hund Ausdruck eines Refluxes sein, bei dem Magensaft aufsteigt und die Schleimhautstrukturen der Speiseröhre verletzt. Ursache hierfür kann unter anderem eine Verschiebung des pH-Werts im Verdauungstrakt sein – hervorgerufen durch eine beträchtliche Fehlbesiedelung der Darmflora oder auch anhaltende Fütterungsfehler. Was wir als Symptome eines übersäuerten Magens deuten, ist beim Hund tatsächlich meist Ausdruck dafür, dass zu wenig Magensaft vorhanden ist; welche Probleme sollte aber ein Organismus, dessen natürliche Nahrung zu einem Großteil aus Fleisch und tierischen Strukturen besteht, mit einem sauren Magensaft haben, der eben diese Nahrung aufzuspalten vermag?


Einen nicht ausreichend sauren Magensaft finden wir vor allem bei Hunden, die überwiegend mit Fertigfutter ernährt werden oder jenen, die eine größere Menge an stärkehaltigen Futterkomponenten erhalten – z. B. wenn sich in deren Napf unnötigerweise Kartoffeln, Nudeln und Reis finden. Ein untersäuerter Magen steht am Anfang einer ganzen Reihe an Verdauungsstörungen, die den Hund am lustvollen Fressen hindern. Jedoch ist diese Problematik vergleichsweise einfach zu beheben: Es empfiehlt sich, die Nahrung umzustellen auf selbstgekochtes Fleisch und Gemüse, das in kleinen Schritten roher gelassen wird, bis Halter und Hund schließlich auf biologisch artgerechte Rohfütterung umsteigen können. Zur Linderung akuter Probleme eignen sich unter anderem Huminsäuren-Präparate, die dem Futter beigegeben werden, die Schleimhäute des Magen-Darm-Trakts beruhigen und den pH-Wert im Verdauungstrakt regulieren. Die Zufütterung von Bitterstoffen in Form von Löwenzahnsaft und bitteren Blattsalaten wie Radicchio oder Rucola kann helfen, die Magensaftsekretion anzuregen.

Lesen Sie in der Fortsetzung, welche weiteren Krankheiten die falsche Ernährung bei Hunden auslösen kann."

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